von Vitus Stenhøj Schiøtz, Marketing Assistant

Was bedeutet ERP-Sicherheit?

Der Zweck eines Systems für Enterprise Resource Planning (ERP) ist es, alle Geschäftsdaten und administrativen Informationen, die für die Abwicklung von Geschäftsprozessen und die Verwaltung wichtig sind, zentral in einer Anwendung zu sammeln. ERP-Sicherheit ist ein Maßnahmenpaket, um ERP-Systeme vor Angreifern und Eindringlingen schützen.

Alle kritischen Daten und wichtigen Geschäftsinformationen an zentraler Stelle zu sammeln und zu speichern, kann eine erhebliche Bedrohung für ein Unternehmen darstellen. Wird das System von einem Hacker kompromittiert, hat er Zugriff auf die wertvollsten Ressourcen des Unternehmens – und das über verschiedene Abteilungen hinweg. Aufgrund der Menge an exponierten kritischen und sensiblen Daten, die in einer ERP-Lösung gespeichert sind, ist ERP-Security ein wesentlichen Maßnahmenpaket, um die Sicherheit und den Fortbestand eines Unternehmens zu gewährleisten.

ERP-Sicherheit umfasst verschiedene Aspekte, wie beispielsweise die Sicherheit der Infrastruktur, die Netzwerksicherheit, die Sicherheit des Betriebssystems sowie der Datenbank. Eine sichere Bereitstellung des ERP-Systems ist ebenfalls essenziell. Dies umfasst die sichere Konfiguration von Servern, die Aktivierung der Sicherheitsprotokolle, die Sicherheit in der Systemkommunikation sowie die Datensicherheit. Nicht minder kritisch sind das Benutzer- und Berechtigungsmanagement. Zudem gilt es, die System-Compliance durch kontinuierliche Überwachung und Audits sowie die Erstellung von Notfallkonzepten zu gewährleisten.

Warum greifen Hacker ERP-Systeme an?

ERP-Sicherheit ist oftmals ein blinder Fleck in der IT-Landschaft. Unternehmen investieren viel Zeit und eine Menge Ressourcen in kostspielige ERP-Systeme und deren Management, versäumen es jedoch oft, in angemessene Sicherheitslösungen zu investieren.

Ein Angriff auf ein ERP-System kann verheerende Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben und zu finanziellen Verlusten und Imageschaden führen. Unternehmen müssen diese Systeme vor internen und externen Cyberbedrohungen schützen, um die Vertraulichkeit, die Verfügbarkeit und die Integrität zu gewährleisten. Dennoch sind in vielen Organisationen die Security-Teams nicht für die Überwachung der ERP-Systeme verantwortlich oder Unternehmen verlassen sich ausschließlich auf die Tools der ERP-Anbieter. Das Monitoring und die Wartung der ERP-Systeme stellen hinsichtlich der Sicherheit eine Herausforderung dar. In Konsequenz werden viele ERP-Systeme über Jahre hinweg nicht gepatcht, häufig fehlen in den Unternehmen auch die erforderlichen Sicherheitskenntnisse.

Die kontinuierliche Absicherung von ERP-Lösungen ist ein schwieriges und komplexes Unterfangen. Es erfordert Disziplin, ERP-Systeme effektiv zu überwachen und zu schützen. Zunächst einmal sind ERP-Systeme umfangreiche und komplexe Anwendungen. Damit Benutzer Aktionen in der Anwendung ausführen können, müssen unter Umständen Hunderte von Berechtigungsobjekten im System berücksichtigt werden. Berechtigungen, Systemeinstellungen und Parameteranpassungen ermöglichen eine sehr flexible, aber gleichzeitig auch komplexe Systemkonfiguration.

Darüber hinaus sind ERP-Systeme auch an weitere Anwendungen angebunden, sodass eine einzige Sicherheitsverletzung den gesamten Geschäftsbetrieb gefährden kann. Die große Angriffsfläche in Verbindung mit geringen Sicherheitsmaßnahmen und mangelndem Know-how erhöht das Risiko von Hacker-Attacken und macht ERP-Systeme – wie beispielsweise die Lösung von SAP – zu einem attraktiven Ziel für Gegner.

Hinzu kommt, dass es an Experten für ERP-Sicherheit, die über ausreichende Kenntnisse verfügen, um die Systeme im Unternehmen sicher zu betreiben, mangelt. Auch wenn viele ERP-Anbieter eigene Sicherheitslösungen anbieten, lassen sich diese aufgrund fehlender Ressourcen häufig nicht in das zentrale Security-Monitoring integrieren. So entstehen blinde Flecken für das Security-Team und die Gefahr durch externe wie interne Cyberbedrohungen steigt.

LogPoint for SAP infographic - ERP Security

Best Practices für die Absicherung Ihrer ERP-Software

Damit Ihr ERP geschützt und sicher ist, ist es entscheidend, geeignete Kontrollmechanismen zu etablieren, indem Sie ERP-Sicherheitslösungen implementieren und in die Sicherheitsabläufe des gesamten Unternehmens integrieren.

Um potenziellen Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein, ist es wichtig, sich umfassend zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben. Cyberbedrohungen entwickeln sich kontinuierlich und rasant weiter. Daher sollte Ihr Unternehmen jeden – von der Führungseben bis hin zu den Anwendern – in das Thema Sicherheit einbeziehen.

Angemessene Passwort-Hygiene
Eine angemessene Passwort-Hygiene sowie die Schulung der Mitarbeiter sind angesichts des internen Sicherheitsrisikos, das durch unzureichende Sicherheitskenntnisse entsteht, von entscheidender Bedeutung. Sicherheitsverletzungen lassen sich oft auf Kompromittierungen wie Phishing-Angriffe zurückführen. Ein Unternehmen kann die Kompromittierung durch einen Anwender verhindern, wenn die Mitarbeiter geschult werden, eine zweistufige Authentifizierung durchgesetzt wird und Software- und Sicherheitsupdates regelmäßig und konsequent umgesetzt werden.

Halten Sie alle auf dem Laufenden
Es ist unerlässlich, alle Beteiligten auf dem Laufenden zu halten, um ein informiertes und gut organisiertes Unternehmen zu führen. Konsequent und präzise zu handeln, ist genau das, was Eindringlinge von sensiblen Daten fernhält.

Schützen Sie sich vor externen Risiken
Neben den internen Risiken ist es ebenso wichtig, sich vor externen Angreifern zu schützen. Die beste Möglichkeit hierfür ist eine ERP-Sicherheitslösung, die Folgendes leisten kann:

  • Erkennung von Exploits und Betrug
  • Sicherstellung der Datenintegrität
  • Identifizierung von unbefugten Zugriffen
  • Kontinuierliche Durchführung von automatisierten Audits
  • Erkennung von Datenlecks
  • Zentralisierung der Sicherheitsüberwachung

Sicherheitslösungen für ERP-Systeme können Systemeinstellungen, das Patch-Management, die Berechtigungsverwaltung oder auch die RFC-Kommunikation überwachen.

Der Einsatz einer ERP-Sicherheitslösung reduziert die Angriffsfläche eines Unternehmens und erhöht die Unternehmenssicherheit. Die Integration einer Lösung für das ERP-Security-Monitoring in ein zentrales SIEM wie LogPoint bietet einen erheblichen Mehrwert für die Cybersicherheit, den IT-Betrieb und die Compliance. Idealerweise nutzen diese Plattformen UEBA (User Entity and Behavior Analytics), um neben einer regelbasierten Überwachung auch Einblicke in das Nutzerverhalten gewinnen zu können.

Unternehmen sollten Ihre ERP-Sicherheit kontinuierlich und automatisch mit einer SIEM-Lösung überwachen. Die Einbindung der ERP-Security in die zentralen Sicherheitsabläufe des Unternehmens, beispielsweise in ein Security Operations Center (SOC), ist erforderlich, um Bedrohungen unmittelbar erkennen, sofort darauf reagieren und so ein hohes Sicherheitsniveau gewährleisten zu können.

Die Vorteile der Kombination Ihrer ERP-Lösung mit SIEM

Die Kombination Ihrer ERP-Lösung mit SIEM ermöglicht es, ERP-Events und ERP-Informationen nahezu in Echtzeit zu überwachen. Darüber hinaus können ERP-Operations-Teams Zeit und Geld einsparen, wenn sie sofort einsatzbereite Kontrollmechanismen, Reports und weitere Tools für das automatisierte Compliance- und Maintenance-Monitoring nutzen. Mit der Integration eines ERP-Systems wie SAP in eine SIEM-Lösung können Sie die Cybersicherheit erhöhen, die Überwachung zentralisieren und Audits automatisiert durchführen – von Ihrer lokalen IT-Infrastruktur bis hin zu Ihrer Cloud-Umgebung.

LogPoint for SAP infographic - ERP Security

Falls Sie sich fragen, wie sich ERP- und SIEM-Systeme integrieren lassen, lautet die kurze Antwort: sehr gut. LogPoint bietet Tools für das SAP-Security-Monitoring, die sich individuell an die Anforderungen und Sicherheitsrichtlinien eines Unternehmens anpassen lassen.

LogPoint hat mehr als 200 Use Cases und Szenarien entwickelt, die wir für eine grundlegende SAP-Sicherheitempfehlen. Diese Szenarien umfassen alle drei Kernbereiche einer SAP-Implementierung: Anwendung, Benutzer und Daten.

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